Springe zum Inhalt

1. Haveltour 2020 GBK

6.7.20 Bernd schaut schon mal nach dem Rechten und bereitet das Schiff vor.
Auf dem Weg besucht er Tangermünde (ein lang gehegter Wunsch, dem ihm seine Crew bisher nicht erfüllt hat 😉 ).

7.7.20 Bernd hat das ganze Boot für sich und kann ordentlich putzen. (Danke!)

8.7.20 Die Crew stößt dazu. Gisi und Klaus kommen nach.
Abends haben wir schön gegrillt.

9.7.20 Leider regnet es in Strömen, da macht das Fahren mit der Yacht auch nicht so viel Spaß, wie bei Sonnenschein.
Wir wollten eigentlich heute bis nach Spandau, um dann weiter Richtung Norden zu fahren. Wir sind dann aber in Postdam gelandet, weil das Wetter immer schlechter wurde.
An unserem bevorzugten Liegeplatz in Potsdam (Außensteg) war leider kein Platz mehr zu bekommen, sodass wir den Abend und die Nacht an der Seebrücke, ganz nah am Ufer verbracht haben.
Leider haben es sich einige sehr laute Potsdamer an Land niedergelassen, die wenigstens durch lautes Sprechen und Schreien auffallen wollten..., deshalb war es nur der halbe Genuß auf dem Achterdeck zu sitzen 🙁
Die Nacht war dann ruhig und der nächste morgen begrüßte uns mit Sonnenschein.

10.7.20 Auf geht es nach Spandau. Wenig Schiffsverkehr, deshalb können wir auch mal den Blick schweifen lassen und die tollen Villen am Ufer der Havel zu betrachten. Durch die Corona-Bestimmungen ist die Anzahl der mölichen Häfen stark limitiert. Wir haben nach kurzer Suche im Stößensee aber einen tollen Liegeplatz gefunden. Angelegt haben wir aber schon wieder bei Regen und Sturm, aber nach ca. 2 Stunden hat sich das Wetter etwas beruhigt. Bernd und ich sind zum Einkaufen zu einem Edeka in der Spandauer Innenstadt geradelt (ca. 5 km). Der Hinweg war etwas beschwerlich, weil die Radwege immer wieder auf die Straße geführt wurden und dort von parkenden Autos zugestellt waren. Zurück sind wir vom Markt in Spandau durch die Wasserstraße direkt an der Havel (in Sichtweite der Schleuse Spandau) gefahren und sind dann direkt an der Havel bis zur Bundesstraße 5 (Heerstraße). Dann nur noch ein kurzes Stück über die B5 zurück zum Stößensee.
Abends konnten wir dann wieder lecker Grillen.

11.7. Berlin Stadtrundfahrt mit Rad. Über die Heerstraße, an der Siegesssäule und dem Tiergarten vorbei zum Brandenburger Tor. Pariser Platz direkt dahinter. Eine Tänzerinf führte mit einem auf 1,5 m ausgestellten Reifrock vor, was Mindestabstand in Coronazeiten bedeutet. Eine Kutsche fuhr vorbei Richtung Berliner Dom, der aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet war zur Museumsinsel. Den Bahnhof Friedrichsstraße unterquert und am Spreeufer entlang, an den Glasscheiben, auf denen die 19 Grundrechte des Grundgesetzes präsentiert werden, am Reichstagsgebäude und am Bundestag vorbei zum "Capital Beach" (Eine Bar an der Spree). Gegenüber befindet sich der gläserne Hauptbahnhof und der "Cube"(Würfel), in dem ein Hotel untergebracht ist.
Sehr schön! Abends essen wir im Blockhouse am Theodor-Heuss-Platz und fahren dann gesättigt nach Hause.

12.7. "Sporttour" Mit dem Fahrrad zum Olympiastadion und dann zum Steffi-Graf Stadion (neue Tennisanlage) !
Über die erste Fahrradstraße durch den Grunewald ! Es durften dort nur Autos von Anliegern passieren... Leider gab es sehr viele Anlieger mit sehr vielen Autokennzeichen, die nicht 'B' lauteten.
Gegessen haben wir im "Joes Restaurant & Wirtshaus" am Theodor-Heuss-Platz. Dann noch ein kleiner Umweg zur Eisdiele "Eis-Emporio" in der Koburgallee. Dann zurück zum Schiff wieder am Olypischen Platz (vor dem Olypiastadion) vorbei.

13.7. Montag Abreise vom Stößensee weiter durch die Schleuse Spandau (alles neu gemacht nach dem Ausfall letztes Jahr - siehe Blogeintrag zu Schleuse Spandau 2019) Festgemacht im Altstadthafen Spandau. Startende Flugzeuge - sehr laut, aber Hafen angenehm mit guten Sanitäranlagen und freundlichen Hafenmeistern. Kleinen Einkaufsgang zu Lidl; nicht sehr einladend.
Bernd holt abends leckeres Essen vom Chinaman "Macao". Sonnig und schöner Abend.

14.7. Dienstag Es geht Richtung Oranienburg. Man glaubt nicht das man in Spandau in Berlin ist. Auf der Fahrt kommen wir an vielen Neubauten in Spandau vorbei. Weiter geht es an traumhaften Grundstücken mit Havelzugang vorbei. Sowas wird wahrscheinlich nur vererbt.
An der Seilfähre bei Tegelort trafen wir 'Moby Dick' ein Fahrgastschiff in Walform. Die Fahrt erfordert große Aufmerksamkeit, weil es wenig Tonnen gibt und man den weiteren Weg auf den großen Wasserflächen manchmal erst sehr spät erahnen kann.
Nachdem wir an Niederneuendorfer See vorbei sind, schlängeln wir uns durch eine Reihe Tonnen in den Havelkanal. Dort wird es enger auf dem Wasser und man nicht mehr diesen weiten Blick in die Landschaft.
Wir machen fest an der "Havelbaude" einer kleinen Marina ca. 8 km südlich von Oranienburg. Es ist noch sehr heiß (26-28 Grad) und Bernd macht sich auf nach Hohen Neuendorf um Grillfleisch für uns zu besorgen. War wieder sehr lecker und wir lassen den Abend auf dem Achterdeck ausklingen.
Die Gaststätte ist gut gefüllt und leise Musik klingt herüber. Bernd verspricht bessere Musik aus seinem neuen Bluetooth Lautsprecher von 'Teufel' und so hören wir Musik von einer 'TuneIn'-Playlist. Der Hafen hat WLAN und wir kommen so preiswert (Gisis Datenvolumen bleibt unangetastet) an die Nachrichten. Der Wetterbericht sagt für morgen Regen voraus... und soll recht behalten.

15.7. Mittwoch Es regnet! Es sieht etwas trostlos aus. Nach dem Motto 'Nur keinen Streß' beschließen wir noch einen Tag hier zu bleiben, da wir doch sonst unterwegs sehr nass werden würden. Auf Bestellung gab es morgens Brötchen beim Hafenmeister. Restaurant w/Corona mit Selbstbedienung; Karte übersichtlich. Unsere Currywurst mit Ingwer-Currysoße war lecker aber überteuert (11,90 €)

16.7. Weiterfahrt zum Lehnitzsee Oranienburg LuBea Restaurant. Liegeplatz fast direkt vor der Terasse des Restaurants
Ein Familienbetrieb; der Hafenmeister ist engagiert und geübt beim Anlegen behilflich ! Da der Stag sehr tief liegt, sind flexibel anzubringende Einstiegshilfen als Sonderzubehör am Steg vorhanden. Fahrräder wären aber schlecht von bzw. an Bord zu bekommen. Die müssten dann auch ein Stück über die Terasse geschoben werden.

17.7. Ableger etwas kompliziert, da wir 90 Grad um einen Pfeiler herum rückwärts aus dem Hafen 'raus mussten, aber gut gemeistert!
Kanalfahrt bis zum Niederneuendorfer See; Einfahrt sehr unübersichtlich wegen de wechselnden Fahrwassers Seeeinfahrt/Kanaleinfahrt.
Wieder bei Sonne durch dir Havel zwischen Niederneuendorfer See und Tegeler See. Wunderschön.
- Absaugen der Fäkalien am Altstadthafen Spandau; schade es liegt ein Boot an dem Anleger mit der Absauganlage. Ein Anruf und wir werden gebeten längsseits des Bootes zu gehen und wir werden "erleichtert" über das andere Boot hinweg. Das war wohl für die Crew Routine. Danke für die schnelle Abfertigung ! Kurz danach geht es an die Sportbootwartestelle vor der Schleuse Spandau. Ein Boot ist vor uns. Na, das kann dauern... Dann aber unerwartet schnell GRÜN auf der Einfahrtsampel zur Schleuse und wir schleusen mit nur 3 Booten in der Kammer - sehr komfortabel. Den Grund für das schnelle Schleusen sehen wir bei Ausfahrt aus der Schleuse: Dort wartet ein großer Schubverband auf die Einfahrt in die Schleuse ! Danke an den Kapitän ! Dann ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum Stößensee - unser bevorzugtes Gebiet in Spandau. Immer wieder schön beim VSJ gastfreundlich aufgenommmen zu werden. Ein Regenschauer geht erst nach dem Anlegemanöver herunter, also alles gut. Es ist allerdings keiner im Hafen, also kommt die Handynummer von Norbert zum Einsatz, die er Gisi beim letzten Besuch verraten hat. "Der Teilnehmer ist leider zur Zeit nicht erreichbar." OK, nach kurzem Warten erscheint ein anderes Clubmitglied und Norbert fährt mit seinem Auto vor. Also bekommen wir auch einen Schlüsses ! Diesmal ohne das sonst übliche Pfand von 25 €. Selbst der etwas verspakte Steg wird von Norbert noch geputzt ! Na gut, wir haben auch für 3 Nächte gebucht und etwas Geld dafür bezahlt.
- Essen nebenan bei "Sami" im Segelclub PSB24 -> Einhellige Meinung: Superlecker !

18.7. Die Sonne scheint ! Heute sollen es bis zu 26 Grad werden.
Die haben wir ziemlich schnell erreicht und werden etwas träge und verbringen den Tag an Bord.
Die Restaurantsuche gestaltet sich schwierig...
Letztlich landen wir wieder bei Sami beim PSB24 und haben wieder sehr gut gespeist.

19.7. Sonntag, wieder schönes Wetter ! Morgens um 10 Uhr schon 24 Grad.
Wir haben heute eine Fahrradfahrt zum Tempelhofer Feld geplant. Mitten durch Berlin am Funkturm vorbei, jetzt den Fahrradweg finden, der uns sicher am Autobahndreieck Funkturm vorbei Richtung Kuhdamm führt um dort einen kleinen Erfrischungsdrink in der Bar "Callas" des "Hollywood Media" zu genießen. Der Kuhdamm bietet die Busspur für die Fahrradfahrer an; immer noch besser als die normale Fahrbahn. Der Verkehr war allerdings an diesem Sonntag überschaubar und war hauptsächlich von vielen "Auto-Posern" bestimmt, die ihre Autos zur Schau stellten. Da waren auch sehr schöne Modelle dabei.
Weiter geht es an der Gedächtniskirche und dem KDW vorbei, bis wir uns Richtung Süden orientieren müssen, um nach Tempelhof zu gelangen. Letztlich gelangen wir durch den Hinweis eines netten Berliner Mopedfahrers durch die Hoeppnerstraße zu einem Eingang des Tempelhofer Feldes. Die Dimensionen dieses Naherholungsgebietes für Berliner sind überwältigend groß ! Verschiedene Freizeitaktivitäten werden angeboten oder ermöglicht; wir haben sicherlich nur einen kleine Teil gesehen. Für Bernd wurden Erinnerungen wach, weil er hier schon als Jugendlicher gelandet und gestartet ist. Jetzt mit dem Fahrrad über die Start-/Landebahn zu fahren - ein Erlebnis. Gisi interessiert sich eher für die Hangars vor denen die DC3 (Der "Rosinenbomber") steht. Dort wird gerade ein Tennis-Turnier ausgetragen. Wir fahren noch einmal um das ehemalige Abfertigungsgebäude herum, um den Eingang zum Turnier zu finden. Wir finden zwar den Eingang zum Gelände, aber bis auf die "schnellste Desinfektionsschleuse", die vorgibt die Zuschauer in kürzester Zeit zu desinfizieren ist es eher trist und durch den Betonboden sehr heiß.
Wir suchen Schatten um uns für die Rückfahrt zu orientieren. Die Rückfahrt geht vorbei an der SPD-Zentrale dem "Willy-Brandt-Haus" und dem Potsdamer Platz durch einen Teil des Tiergartens zur Straße des 17. Juni und dann weiter zum Ernst-Reuter Platz. Dort biegen wir rechts (Richtung Norden) ein, um beim Stadtteilgriechen "Taverna Santorini" noch eine Mahlzeit einzunehmen. Lecker und empfehlenswert. Dann geht es wieder zum Schiff. Sichtlich ermattet landen wir auf dem Achterdeck. Es war anstrengend (45 km sind auch mit dem eBike nicht wenig), abeer sehr interessant und zum Schluß auch lecker.

20.7. Wir verlassen den Stößensee und fahren wieder Richtung Potsdam. Die Segler mußten wohl am Montag wieder zur Arbeit; deshalb war die Fahrt nicht so anstrengend, da man nicht ewig Seglern ausweichen muß.
Telefonisch hatten wir einen Platz in Potsdam an der Seebrücke reserviert; bei Ankunft konnten wir dann aber noch einen viel besseren Platz (1. Platz am Aussensteg, direkt neben der Hafeneinfahrt) ergattern und haben gleich für 2 Tage den Platz gebucht. Abends gibt es leckeres Essen vom Asia-Thai-Imbiss.

21.7. - Besuch Rosemarie: Gisi und Rosemarie haben endlich ihr Treffen in der Nähe von Berlin wahr gemacht. Es gab viel zu erzählen (nehme ich an)
- Tour Bernd Klaus: Ziel Filmpark-Babelsberg
Route: Potsdam Innenstadt - Neue Fahrt, viel Schiffsverkehr - Park Babelsberg - Karl-Marx-Straße hinter den Häusern der ersten Reihe zum Griebnitzsee - abgebogen in die August-Bebel-Straße - zum Filmpark Babelsberg - vorbei an den Gebäuden der UFA - Filmpark leider geschlossen! - zurück über die Großbeerenstraße am Bauhaus (früherer Besuch) vorbei zum Kreisverkehr und dann wieder Richtung Innenstadt Potsdam - die Nuthestraße (B1) 'runter dann zum Brandenburger Tor zum Eis essen - zum Eingang des Park Sanssouci - am alten Fritz vorbei durch den Park - bei der Universität am Neuen Palais etwas verweilt. Dann zurück zum Schiff. Rosemarie fühlte sich wohl an Bord und wird um Restaurant-Tipps gebeten. Die Suche nach Restaurants gestaltet sich schwierig (Ruhetag, noch geschlossen w/Corona, schlechte Bewertungen...) gelandet sind wir bei Noidue Lindenstr.6 . Endloses Warten auf Bestellung, Getränke, Essen. Ein Gast gibt auf und verläßt das Lokal ohne zu essen.
Meine Pizza war gut. Wenigstens eine kleine Entschädigung. Bernd's Pizza war nicht wie angekündigt "scharf". Gisi's Doradenfilet war ganz gut; kein von uns und KEINE Weiterempfehlung
Ausklang des Tages auf dem Achterdeck. Selbst die 2 kleinen Dekolampen sind zum Einsatz gekommen. Nacht war sehr ruhig.

22.7. Heute geht es zurück nach Deetz. Brötchen hat Bernd schon geholt. Dann geht es auch bald los mit dem Frühstück.
- Hafen-Schlüssel und Strom-Adapterstecker abgeben, noch Fäkalien abpumpen. Die Seebrücke war im Bereich der Fäkalpumpe mit einem Schiff belegt, deshalb standen uns für das Anlegen nur ca. 13 Meter (Schiffslänge 11m) zur Verfügung; Manöver hat zu dritt aber gut geklappt! ...und dann los. Wie schnell die Zeit vergeht...
Abends in Deetz angekommen, haben wir dem Havelstübchen noch einen Besuch abgestattet. Das Essen war lecker wie die letzten Male vor Corona.

23.7. Frühstücken, Packen und dann nach Hause. Bei mir war die Fahrt Horror. Ich hatte mich für die Fahrt über die Autobahn A10/A24 entschieden. Mehrere Baustellen, teilweise mit Reduzierung auf einen Fahrstreifen waren der Grund für die lange Fahrzeit von 4 Stunden. Aber ich bin heil nach Hause gekommen. Bernd und Gisi sind "über die Dörfer" gefahren und sind auch gut angekommen.

Fazit: Es war wieder eine schöne Tour mit Bekanntem und Neuem. Highlight ist vor Allem die Fahrradtour zum Tempelhofer Feld gewesen (als zwar anstrengende, aber schön zu sehen, wie die Berliner durch einen Volksentscheid den ehemaligen Flughafen jetzt für Freizeitaktivitäten nutzen können). Vielen Dank, daß ich dabei sein durfte!
In den meisten Fällen wurde die Bedrohung durch das Corona-Virus ernst genommen. Leider gab es auch krasse Ausnahmen. In der Havelbaude beim Hafenmeister wurde ich mit den Worten begrüßt: "Was willst Du denn mit der Verkleidung hier?"
Ich hoffe, dass wir durch unsere Vorsichtsmaßnahmen eine Ansteckung vermieden haben.

Tourdaten: 6. bzw. 8. Juli - 23. Juli 2020, Motorstunden: 23,8 Strecken: Deetz - Potsdam - Stößensee - Altstadthafen Spandau - Havelbaude (Nähe Oranienburg) - LuBea Restaurant (Oranienburg, nördlicher Teil des Lehnitzsees) - Stößensee - Potsdam - Deetz.

Fotos folgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.